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Russland-Moskau
Die Wissenschaftler des wissenschaftlichen Rechenzentrums der Staatlichen Universität Moskaus haben zusammen mit dem Hämatologiewissenschaftszentrum und dem Institut für organische Chemie der Russischen Akademie der Wissenschaften Verbindungen entdeckt die der Entwicklung eines neuen Medikamentes gegen Thrombose und als Komponente für Blutersatzpräparate dienen können.
Blutgerinnselbildung in Blutgefäßen ist eine sehr häufige Erscheinung, die sowohl bei Patienten mit Blutgefäßeerkrankungen, als auch, zum Beispiel, bei der Hämodialyse oder bei Bluttransfusionen auftreten kann. Das Schlüsselferment im komplizierten System der Blutgerinnung ist Thrombin. Das heute am häufigsten verwendete Mittel gegen Blutgerinnselbildung ist Heparin, aber es untersützt nur die Funktion des natürlichen Thrombinhemmstoffes - Antithrombin. Bei Mangel an Antithrombin im Blut ist die Einnahme von Heparin nicht effektiv, und bei einigen Erkrankungen des Blutes sogar verboten. Die Lösung des Problems wäre, den Thrombinhemmstoff dem Patienten unmittelbar zu injizieren. Heutzutage existiert nur ein synthetischer Hemmstoff des Thrombins – Argathromban, deshalb ist die Entwicklung anderer medikamentöser Mittel mit ähnlicher Wirkung hochaktuell.
Für die Suche nach wirksamen Hemmstoffen für Thrombin wurde die vom wissenschaftlichen Rechenzentrum entwickelte Software KeenBASE verwendet. Dieses SOL-Programm "brachte" die Moleküle in das aktive Zentrum des Thrombins und bewertete die Energie ihrer Verbindungen mit dem Protein. Je größer die Energie der Verbindung ist, desto stärker hemmt dieses Molekül die Thrombinwirkung und desto wirksamer ist das Medikament.
Als Resultat haben die Wissenschaftler eine neue Klasse von Thrombinhemmstoffen synthetisiert und patentiert. Die neuen Hemmstoffe sind viel wirksamer als Argathromban. Dazu können sie auch für die Entwicklung neuer Blutersatzpräparate angewandt werden.
Dank der Computerberechnungen, wurde diese Forschungsarbeit in sehr kurzer Frist erledigt, und die Forschungskosten waren wesentlich niedriger im Vergleich zu den traditionellen Methoden der Stoffsuche. Die Zeitschrift " Nauka i Ztschizn" < http: // nkj.ru >
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