Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Nachrichten aus unseren Büros. Wir versenden monatlich einen Newsletter. Wenn Sie diesen erhalten möchten, müssen Sie sich bei uns registrieren. Mit der Registrierung haben Sie auch die Möglichkeit, unsere komfortable Suchfunktion zu benutzen. Zur Registrierung kommen Sie hier.

Zu den Berichten über einzelne Branchen und unserer Linksammlung kommen Sie über die Navigationsleiste. 



Neue Anwendungen für Leinen

17.04.2008 

Polen

Genetisch modifiziertes Leinen ist im Labor von Prof. Jan Szopa-Skórkowski, eines Biochemikers der Breslauer Universität, entwickelt worden. Die Versuche, die gemeinsam mit der Breslauer Medizinischen Akademie durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass diese Leinenfasern sehr starke Antioxidanten enthalten. Diese Antioxidanten beschleunigen die Heilung von Wunden, verlangsamen das Absterben von Blutzellen, wirken keimtötend und vermindern erheblich die Anzahl freien Radikale, die für die Schädigung von Zellen verantwortlich sind. Aus dem Leinen kann man chirurgische Fäden und Verbände für Verletzungen, Brandwunden, Infektionen bzw. für den Schutz des Operationsfeldes erhalten. Sie sind besser als Baumwoll-Verbandsgaze, die nur keimfrei ist, aber keine Heileigenschaften hat.

Ein anderes Produkt ist "Plastikleinen". Die Wissenschaftler haben in ihm Gene der Bakterien Ralstonia eutropha untergebracht. Diese Bakterien erzeugen Polyhydroxybutyrat, einen vollständig abbaufähigen Kunststoff. Dank der Verbindung von transgenem Leinen mit typischen ölabgeleiteten Polymeren, wie Polyethylen oder Polystyrol, erhält man einen billigeren und ökologischen Kunststoff, den Bakterien auf der Mülldeponie innerhalb weniger Monate abbauen.

Außerdem kann dieser Bioverbundstoff bei der Produktion folgender Erzeugnissen verwendet werden: Stoßstangen, Verpackungen, Computergehäuse, Haushaltsartikel, Tüten, Spielzeuge. Zu anderen Einsatzbereichen gehört die Konstruktion von Knochen- und Gelenkimplantaten, denn der Bioverbundstoff ist genauso widerstandsfähig wie Glasfasern und dabei billiger und leichter.

Gazeta Wyborcza

Artikel merken

« zurück