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 | Impfstoff gegen Tuberkulose aus Pflanzen | 25.06.2007 |
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Forscher aus dem Institut für physikalisch-chemische Biologie der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau haben eine Technologie entwickelt, um Tuberkuloseimpfstoff aus Pflanzen zu gewinnen.
Jeder Neugeborene erhält eine Tuberkuloseimpfung. Doch wirkt der Impfstoff aus bakteriellen Zellen nicht nur auf die krankheitserregenden Zellen, sondern auch auf andere Teile des Organismus. Diesen Mangel haben künstliche Impfstoffe nicht. Sie stellen synthetische, für den Organismus neutrale Moleküle, dar. Die Wirkungsweise solcher Antikörper besteht in der Stimulierung der Bildung von Immunzellenketten der T- und B-Lymphozyten. Eine Quelle für diese Antikörper könnten Pflanzen sein. Dafür muss man die Pflanze "zwingen", die entsprechenden Proteine zu produzieren.
Die Autoren haben eine Technologie zur Produktion von Antikörpern des Tuberkuloseerregers (Mycobacterium tuberculosis) in Pflanzen entwickelt. Diese Antikörper werden zurzeit als tuberkulöse Impfstoffe klinisch getestet.
In früheren Experimenten zur Produktion von Impfstoffproteinen in Pflanzen war das Ergebnis ziemlich niedrig - 100 mg auf 1 kg frischer Blätter. Außerdem stellte sich im Laufe der Arbeiten heraus, dass einige Tuberkulösimpfstoffproteine giftig für die Pflanzenzellen sind. Zum Beispiel führte die Produktion eines bestimmten Antikörpers zum Absterben der Blätter.
Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Eliminierung der so genannten Transmembrandomäne aus dem Eiweißbestand (ein Grundbestandteil der Polypeptidkette der Eiweiße) ihre Stabilität wesentlich erhöht und dadurch die Produktivität bis zu 1 g pro1 kg frischer Blätter gesteigert wird.
Im Laufe der Forschung wurde eine originale Methode zur Absonderung der gesuchten Proteine aus pflanzlichen Rohstoffen entwickelt. Nach Meinung der Wissenschaftler kann man die von Pflanzen erzeugten Impfstoffproteine in Nahrungsmittel integrieren und somit „essbare“ Impfstoffe erhalten. www.nkj.ru
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