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Ionenaustausch gegen Verätzungen

06.06.2008 

Wissenschaftler der staatlichen medizinischen Akademie Kemerowo haben zusammen mit den Chemieingenieuren des Betriebs «Karbolit» ein außerordentlich wirksames Mittel für die Behandlung von Verätzungen der Augen entwickelt. Es sind kleine Platten, äußerlich Kontaktlinsen ähnlich. In ihrer Matrix sind Partikel Ionenaustauschharz verteilt. Wenn man eine solche Platte unter das untere Augenlid legt, ist es möglich, die ins Auge geratende Säure oder das Alkali, schnell und effektiv zu entfernen und die toxische Wirkung der Chemikalien auf das Augengewebe zu vermeiden.

Der Entwicklung liegt die Wirkung der Ionenaustauschharze - Polymere, die Ionen austauschen können - zugrunde.

Es gibt bisher keine effektiven Mittel zur Behandlung gefährlicher Augenverätzungen. Die Methode der sibirischen Wissenschaftler unterscheidet sich grundsätzlich von den bekannten Methoden. Die Wirkung dieser Behandlung ist dosiert und außer Wasser entstehen während der Neutralisation keine Reaktionsprodukte. Alkali ist eine Lösung, die Kationen alkalischen Metalls (meistens Natrium oder Kalium) und Hydroxylionen enthält. Mithilfe des Harzes werden diese Kationen gegen andere Kationen (Ionen des Wasserstoffes) ausgetauscht. Die Wasserstoffionen verbinden sich sofort mit den Hydroxylionen und es entsteht Wasser. Wenn die Hydroxylionen gegen die Chloridionen ausgetauscht sind, wird eine NACL-Lösung (Kochsalz) gebildet, die sowohl im Blut, als auch im Auge vorhanden ist. Der Prozeß ist erst beendet, wenn alle fremden Ionen in der Augenflüssigkeit und im Augengewebe in das Ionenaustauschharz übergehen.

Informnauka

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