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Bundesministerium für Wirtschaft und Forschung
AiF - Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.
Eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für kleine und mittlere Unternehmen.

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Bratislava, 17. Oktober 2007 - 17. Oktober 2007











Die Präsentation anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Kontaktbüros fand im Wirtschaftsministerium der Slowakischen Republik statt. Mehr als 35 Partner des Netzwerks, welches das Büro in den Jahren seiner Tätigkeit in der Slowakei aufgebaut hat, nahmen daran teil. Dazu gehören Ministerien, Organisationen und Branchenverbände, Forschungseinrichtungen und regionale Einrichtungen, die sich in unterschiedlicher Form mit der Unterstützung von Innovationen für die Industrie beschäftigen.

Der Ständige Vertreter des deutschen Botschafters, Klaus-Jochen Gühlcke hob in seiner Begrüßung hervor, dass die Intensivierung der Zusammenarbeit kleiner und mittlerer deutscher Unternehmen mit slowakischen Partnern den Vorgaben der Lissabon-Strategie entspricht, das Wachstumspotenzial durch Innovationen, Wissen und bessere Nutzung des Humankapitals zu stärken. Dazu leistet das Kontaktbüro mit seiner Spezialisierung auf die Unterstützung von Technologiekooperationen in Ergänzung der Außenwirtschaftsförderung durch die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag.

Für die weitere Entwicklung der erfolgreichen deutsch-slowakischen Wirtschaftsbeziehungen unterstrich Frau Dr. Ingrid Zilliges, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Bedeutung der bereits vom Vertreter der deutschen Botschaft hervorgehobenen Rolle der Technologiekooperationen für die deutschen Außenwirtschaftsbeziehungen. Ausdrücklich begrüßte sie die von der slowakischen Regierung vorgesehenen Schritte zur Neuorientierung und Förderung der Entwicklung von Forschung und Entwicklung in der Slowakischen Republik. Das Kontaktbüro Bratislava sollte durch die Unterstützung deutsch-slowakischer Technologiekooperationen auch künftig zur erfolgreichen Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen wirkungsvoll beitragen.

Im Namen der AiF-Geschäftsführung dankte Dr. Günter Lambertz allen Partnern vor Ort für die tatkräftige Unterstützung der Arbeit des im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) von der AiF betreuten Kontaktbüros, dank derer zahlreiche deutsche Unternehmen und andere Einrichtungen Kooperationspartner in der Slowakei finden und eine Zusammenarbeit in Angriff nehmen konnten. Er verwies auf die für die Präsentationsveranstaltung vorbereitete Informationsbroschüre, die einen Einblick in die Dienstleistungen gibt und auch ausgewählte Beispiele aus der Bilanz der Arbeit des Büros vorstellt. Bisher erhielten 17 deutsch-slowakische Forschungs- und Entwicklungskooperationen eine finanzielle Unterstützung in den von der AiF betreuten Förderprogrammen der Bundesregierung.

Dr. Lambertz hob auch die stete Unterstützung des Kontaktbüros durch die deutsche Botschaft sowie die Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer als Trägerorganisation hervor und würdigte die besondere Rolle, die das Wirtschaftministerium der Slowakischen Republik bei der Gründung des Büros und seither als engagierter Partner des Netzwerks intec.net gespielt hat.

In den nachfolgenden Beiträgen nutzten Netzwerkpartner des Büros die Gelegenheit, neben der nutzbringenden bisherigen Zusammenarbeit auch konkrete Vorschläge für die künftige Kooperation anzusprechen.

Der Leiter der Innovationsabteilung im slowakischen Wirtschaftsministerium, Ing. Jozef Velebný, würdigte die traditionelle enge Zusammenarbeit des Wirtschaftsministeriums mit dem Kontaktbüro seit seiner Gründung. Die Aktivitäten des Büros, wie beispielsweise die der Kooperation in Forschung und Entwicklung dienenden Kooperationsveranstaltungen in der Slowakei, stoßen auf großes Interesse und positive Resonanz, weil die Sicherung eines dauerhaften Wachstums in der Slowakei auf Innovationen beruhen und sich auf die FuE-Ergebnisse im Lande stützen muss. In diesem Zusammenhang dankte er dem BMWi und der AiF für den anregenden Erfahrungsaustausch zur Innovationspolitik, der 2006 mit Experten beider Seiten in seinem Haus stattgefunden hat.

Aus den sich ergänzenden Aufgabenfeldern der Deutsch-Slowakischen Industrie- und Han¬delskammer und des Kontaktbüros von intec.net erwachsen nach Meinung des Geschäftsführers der Kammer, Michael Kern, viele Synergien. Aus der jährlichen Konjunkturumfrage der DSIHK unter deutschen Investoren in der Slowakei geht hervor, dass das Land mit sei¬nem großen wirtschaftlichen Potenzial zu den attraktivsten Standorten in Mittel- und Osteuropa gehört, wobei künftige Investitionen der Slowakei in Forschung und Entwicklung unerlässlich sind. Dabei sind nach den Ergebnissen der Umfrage Veränderungen in den Rahmenbedingungen in diesem Bereich dringend erforderlich. Unter diesem Aspekt kommt dem Kontaktbüro durch seine Aktivitäten eine wichtige Rolle zu, die Forschungslandschaft in der Slowakei zu stärken.

  • Das Unternehmen Konieczny Architekten und Stadtplaner aus Stuttgart erarbeitete mit dem Lehrstuhl für Hochbau der TU Bratislava eine Methodik zur Planungsoptimierung von Modernisierungsvorhaben im Bauwesen, die insbesondere bei der Erstellung von Energiepässen eine wesentliche Optimierung der Arbeiten ermöglicht. Beispielhaft wurden erfolgreiche Anwendungslösungen aus dem Stuttgarter Raum gezeigt. Die Zusammenarbeit der Partner geht zurzeit im Rahmen eines EU-Projekts weiter und sollte eine langfristige Perspektive haben. Darüber hinaus doziert Herr Konieczny als Gast an der TU Bratislava.
  • Derzeit arbeiten die CiS GmbH aus Erfurt und das slowakische Unternehmen PHOSTEC an der Entwicklung einer Wärmebildkamera mit neuartigen Mikrolinsen auf der Basis von Galliumsulfit, wobei dieses Material völlig neue Perspektiven für weiterreichende Anwendungen in der Mikrosensorik eröffnet. Zur Temperaturüberwachung in Werkzeugmaschinen sollen erste beispielhafte Anwendungen dokumentiert werden. Dieses Vorhaben ist Bestandteil eines Projekts im Rahmen des EU-Programms EUREKA, an dem weitere Einrichtungen beider Länder sowie Partner aus anderen EU-Ländern beteiligt sind.

Dass für das letztgenannte Projekt erfolgreich der EUREKA-Status beantragt werden konnte, ist auch dem gemeinsamen Einsatz des slowakischen EUREKA-Koordinators Dr. Martin Kedro mit dem intec.net-Kontaktbüro geschuldet. Zwischen beiden Büros hat sich seit der Gründung des intec.net-Kontaktbüros eine kontinuierliche Zusammenarbeit entwickelt hat, die weiter ausgebaut werden soll.

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