Maschinenbau und Autoindustrie
waren die Schwerpunktbranchen dieser Kooperationsveranstaltung, zu der 14 mittelständische Unternehmen aus Deutschland nach Bratislava reisten. Dort führten sie mit über 50 Vertretern aus slowakischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen intensive Gespräche über eine künftige Zusammenarbeit. Bei gut der Hälfte der Kontakte brachte der erste Gedankenaustausch Ansatzpunkte für künftige Kooperationen – beispielsweise im Werkzeugbau, Rapid Prototyping, Automatisierung/Robotertechnik. Dabei stellt die Förderung von Technologiekooperationen im BMWi-Programm PRO INNO II für die Mehrheit der teilnehmenden deutschen Unternehmer einen Anreiz dar, solche Projekte mit slowakischen Partnern anzustreben.
Weil Forschung und Entwicklung gerade auch in kleinen und mittleren Unternehmen von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung ist, hat in der Strategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die Unterstützung für den Mittelstand in drei Richtungen einen hohen Stellenwert:
• Mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen
• Finanzierungsbedingungen verbessern und
• Wirksamkeit und Effizienz von Förderprogrammen erhöhen.
Das hob der Staatssekretär im BMWi Georg Wilhelm Adamowitsch in seinen Begrüßungsworten an die Veranstaltungsteilnehmer hervor. Seine Amtskollegin Eva Šimková aus dem slowakischen Wirtschaftsministerium kündigte an, dass ihr Ministerium künftig mittelständische Unternehmen in ihrem Land stärker bei Innovationen durch Forschung und Entwicklung unterstützen will.
Innovationen bei Produkten und Technologien braucht auch der Maschinenbau in der Slowakei, was Kooperationschancen für deutsche Unternehmen bringt. Nach der Jahrtausendwende ist in diesem in der Slowakei traditionell starken Zweig ein beträchtlicher Aufschwung zu verzeichnen. Die Spitzenposition nimmt mit großem Abstand die Automobilindustrie ein. Mit der Ansiedelung bedeutender internationaler Autohersteller in der Slowakei steigen die Anforderungen an die Zulieferindustrie und an die Ausbildung von Fachkräften. Das betrifft vor allem die Herstellung von Metallkonstruktionen, energetischen und Manipulationsmaschinen, von Bau- und Straßenbaumaschinen, Haushaltsgeräten, Pumpen und Kompressoren sowie von Werkzeug- und Bearbeitungsmaschinen.
Zu einem umfangreichen Gedanken- und Informationsaustausch am Vorabend der Veranstaltung nutzten die Mitglieder der deutschen Delegation das Briefing mit dem Geschäftsführer der Deutsch-Slowakischen Industrie- und Handelskammer, bei der das AiF-Kontaktbüro Bratislava seinen Sitz hat.
Weitere Partner vor Ort waren neben anderen das Wirtschaftsministerium der Slowakischen Republik, in dessen Räumlichkeiten die Veranstaltung wiederum in guter Tradition stattfand, der slowakische Verband der Autoindustrie sowie der slowakische Nationalkoordinator für das EU-Programm EUREKA. Mit letzterem nutzten Interessenten die Möglichkeit zu Konsultationen für zwei deutsch-slowakische EUREKA-Projekte.
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