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Bundesministerium für Wirtschaft und Forschung
AiF - Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.
Eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für kleine und mittlere Unternehmen.

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Kiew, 22. Mai 2007 - 22. Mai 2007










An der Präsentation anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Kontaktbüros, die in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kiew stattfand, nahmen rund 50 Partner des Netzwerks teil, welches das Büro in den Jahren seiner Tätigkeit in der Ukraine aufgebaut hat. Dazu gehören Ministerien, Organisationen und Branchenverbände, Forschungseinrichtungen und regionale Einrichtungen, die sich in unterschiedlicher Form mit der Unterstützung von Innovationen für die Industrie beschäftigen.

Der deutsche Botschafter Reinhard Schäfers begrüßte die Gäste und würdigte den wichtigen Beitrag des Kontaktbüros zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher als auch ukrainischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen durch den Austausch von Know-how. Das werde auch durch den hervorragenden Platz der Ukraine als Partnerland bei Kooperationsprojekten dokumentiert – die Ukraine liegt auf Rang 2 unter den 13 Ländern, in denen es Kontaktbüros des Netzwerks Internationale Technologiekooperation gibt. „Der Erfolg dieser Arbeit ist auch der Botschaft ein großes Anliegen“, sagte der Botschafter.

AiF-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Hergarten dankte in seiner Ansprache allen Partnern vor Ort für die tatkräftige Unterstützung der Arbeit des im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) von der AiF betreuten Kontaktbüros, dank derer zahlreiche deutsche Unternehmen und andere Einrichtungen Kooperationspartner in der Ukraine finden und eine Zusammenarbeit in Angriff nehmen konnten. Er verwies auf die für die Präsentationsveranstaltung vorbereitete Informationsbroschüre, die einen Einblick in die Dienstleistungen gibt und auch ausgewählte Beispiele aus der Bilanz der Arbeit des Büros vorstellt. Seit 1993 erhielten 99 deutsch-ukrainische Forschungs- und Entwicklungskooperationen eine finanzielle Unterstützung in den von der AiF betreuten Förderprogrammen der Bundesregierung. Dr. Hergarten hob auch die stete Unterstützung des Kontaktbüros durch die deutsche Botschaft sowie das Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft in der Ukraine als Trägerorganisation  hervor.

In den nachfolgenden Beiträgen nutzten Netzwerkpartner des Büros die Gelegenheit, neben der nutzbringenden bisherigen Zusammenarbeit auch konkrete Vorschläge für die künftige Kooperation anzusprechen. Die Repräsentantin des ukrainischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, Jewgenia Patrach, umriss die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der AiF und dem Kontaktbüro Kiew seit seiner Gründung. Die beiderseitig vorteilhaften Synergien mit der Tätigkeit des Kontaktbüros hob der Vertreter des Delegiertenbüros der Deutschen Wirtschaft in der Ukraine hervor, bei dem das Kontaktbüro seinen Sitz hat.

Bereits zwei Mal hat das Kontaktbüro Kiew deutsch-ukrainische Kooperationsveranstaltungen gemeinsam mit dem Komplex Charkower Institut für Monokristalle organisiert, der zur ukrainischen Akademie der Wissenschaften gehört. Akademiemitglied Prof. Boris Grinjow, der sich dabei persönlich besonders engagierte, berichtete über erfolgreiche Kooperationsprojekte, die im Ergebnis dieser Veranstaltungen mit dem oben genannten Institut sowie dem dazugehörigen und von ihm geleiteten Institut für Szintillationsmaterialien entstanden. Eines der Projekte, in das Institu gemeinsam mit einem Berliner Unternehmen neuartige Szintillationskristalle sowie Verfahren zur deren Produktion entwickelte, wurde im BMWi-Programm PRO INNO gefördert. Seinen Beitrag verband Professor Grinjow mit Ideen für eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Kontaktbüro. 

Ein Wissenschaftler aus dem Franzewitsch-Institut für Werkstoffkunde der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine stellte ein PRO INNO-Projekt vor, an dem es mit einem deutschen mittelständischen Unternehmen und zwei weiteren Einrichtungen zurzeit arbeitet. Eine besondere Verbindung zum Anlass dieses Vortrags bestand darin, dass die AiF bereits 1992 mit dem stellvertretenden Direktor dieses Instituts über Themen für gemeinsame Forschungsarbeiten im Gespräch war.

Zur Initiierung des Kooperationsprojekts, in dem neuartige Leichtbaulemente aus Aluminiumblechen entwickelt werden, trug das Kontaktbüro Kiew durch gezielte Vermittlung der Kontakte und weitere Aktivitäten bei. Die Projektpartner profitierten auch vom Netzwerk des Büros – nämlich dadurch, dass seitens des Ukrainischen Wissenschaftlichen Technologiezentrums UWTZ und des Internationalen Büros des Bundesministeriums für Bildung und Forschung den Aufenthalt der ukrainischen Partner zu notwendigen Absprachen in Deutschland unterstützt wurden.

Die Vertreter von UWTZ und IB des BMBF bekräftigten in ihren Statements bei der Veranstaltung die bisherige für alle Seiten nützliche Zusammenarbeit mit dem Netzwerk intec.net und dem Kontaktbüro Kiew und das Interesse ihrer Einrichtungen an deren weiterem Ausbau.

Nach der Präsentation gab es einen angeregten Gedankenaustausch der Teilnehmer. In den Gesprächen des AiF-Geschäftsführers und der intec-Vertreter ging es beispielsweise um die Erweiterung der Zusammenarbeit mit dem UWTZ und dem bfai-Vertreter. Mit der Vertreterin des ukrainischen Forschungsministeriums wurde über die weitere Unterstützung bezüglich der Kofinanzierung ukrainischer Projektpartner in PRO INNO-Projekten gesprochen. In Gesprächen mit weiteren Partnern ging es um konkrete Ideen zur Vorbereitung der Kooperationsveranstaltung in Dnipropetrowsk im September dieses Jahres.

Während ihres Aufenthalts in Kiew wurde die AiF-Delegation auch von einer hochrangigen Vertretung des Ministeriums für Industriepolitik der Ukraine empfangen, zu dem das Kontaktbüro Kiew seit längerem Arbeitskontakte unterhält. Beide Seiten konstatierten zahlreiche Berührungspunkte bei ihrer Tätigkeit zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung für die Industrie und mit der Industrie und waren sich schnell einig, mit der Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der intec.net-Veranstaltung im September dieses Jahres in Dnipropetrowsk einen Ausgangspunkt für eine enge Zusammenarbeit in der Zukunft zu setzen.

 

 

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